Wie verhindert man, dass Film, Foto und Social aneinander vorbeiproduziert werden?
Film, Foto und Social Media werden dann nicht aneinander vorbeiproduziert, wenn alle drei Gewerke vor dem ersten Drehtag gemeinsam geplant werden. Das klingt simpel, scheitert in der Praxis aber häufig daran, dass Zuständigkeiten getrennt sind, Briefings zu spät entstehen oder die Content-Strategie erst nach der Produktion kommt.
Das Ergebnis kennen viele Marketingteams: Der Film ist fertig, wirkt aber anders als die Fotos. Die Fotos passen nicht zum Social-Media-Auftritt. Und für Reels oder LinkedIn-Clips fehlt am Ende das passende Material, weil es niemand eingeplant hat. Die folgenden Abschnitte gehen durch die konkreten Fragen, die sich dabei stellen.
Warum entstehen bei Film, Foto und Social Media so oft Insellösungen?
Insellösungen entstehen, weil Film, Foto und Social Media häufig bei verschiedenen Dienstleistern beauftragt werden, ohne dass jemand die Gesamtperspektive übernimmt. Jeder Dienstleister optimiert für seinen eigenen Auftrag, nicht für das Gesamtbild. Das Ergebnis sind drei Gewerke, die technisch in Ordnung sind, aber kommunikativ nicht zusammenpassen.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Social Media wird oft als nachgelagerte Aufgabe behandelt. Der Film wird produziert, dann fragt jemand, ob man daraus noch etwas für Instagram schneiden kann. Fotos werden separat beauftragt, weil der Videograf keine Fotografie anbietet. So wächst die Liste der Dienstleister, und das interne Marketingteam koordiniert statt zu gestalten.
Ein weiterer Grund ist der falsche Startpunkt. Wenn ein Unternehmen mit der Frage beginnt, welchen Film es braucht, statt zu klären, was es erreichen will und wen es ansprechen möchte, fehlt die gemeinsame Grundlage für alle drei Disziplinen. Dann kann jeder Dienstleister noch so gut arbeiten: Ohne gemeinsames Ziel entstehen zwangsläufig Insellösungen.
Was bedeutet crossmediale Produktion in der Praxis?
Crossmediale Produktion bedeutet, dass alle benötigten Formate und Kanäle bereits vor dem Drehtag geplant werden, sodass aus einer Produktion verwertbares Material für mehrere Verwendungszwecke entsteht. Es geht nicht darum, möglichst viele Kanäle zu bespielen, sondern darum, die richtigen Formate für die richtigen Ziele zu planen, bevor die Kamera läuft.
Konkret kann das bedeuten: An einem Produktionstag entstehen ein Imagefilm, kurze Clips für LinkedIn, Hochformat-Videos für Social Media, Produktfotos für die Website und Bildmaterial für eine Messepräsentation. Das ist keine Magie, sondern Vorbereitung. Wer vorher festlegt, welche Formate gebraucht werden, kann Set, Licht, Locations und Abläufe so planen, dass am Ende nicht ein Asset entsteht, sondern viele.
Was crossmediale Produktion nicht bedeutet: einfach mehr Kanäle. Eine Kampagne, die auf sechs Plattformen gleichzeitig läuft, aber überall dasselbe zeigt, ist keine crossmediale Kampagne. Entscheidend ist, dass Botschaft, Bildsprache und Tonalität zusammenpassen, auch wenn die Formate sich unterscheiden.
Wann sollte die Content-Strategie vor der Produktion stehen?
Die Content-Strategie sollte immer vor der Produktion stehen, nicht danach. Wer erst produziert und dann überlegt, welche Botschaft er eigentlich transportieren will, riskiert, Material zu haben, das er nicht sinnvoll einsetzen kann. Die Strategie legt fest, was kommuniziert werden soll, wen man erreichen will und welche Kanäle dafür sinnvoll sind.
In der Praxis passiert das Gegenteil häufiger, als man denkt: Ein Unternehmen hat einen Anlass, etwa eine Messe, ein neues Produkt oder eine Recruitingkampagne, und beauftragt direkt eine Produktion. Die Frage, welche Botschaft bei welcher Zielgruppe ankommen soll und welche Formate dafür gebraucht werden, wird erst später gestellt, manchmal gar nicht.
Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Möglichkeiten. Wenn bei einem Drehtag klar ist, dass das Material später auch für Recruiting genutzt werden soll, kann man das direkt mitproduzieren. Wenn das erst zwei Wochen nach dem Drehtag auffällt, ist die Gelegenheit vorbei.
Wie sieht ein gemeinsames Briefing für alle drei Disziplinen aus?
Ein gemeinsames Briefing für Film, Foto und Social Media enthält eine klare Antwort auf vier Grundfragen: Was ist das Ziel der Kampagne? Wer ist die Zielgruppe? Welche Botschaft muss ankommen? Und welche Formate und Kanäle sind geplant? Wer diese vier Fragen vor dem Drehtag beantwortet hat, schafft die Grundlage für eine koordinierte Produktion.
In der Umsetzung bedeutet das, dass alle Beteiligten dasselbe Dokument kennen, bevor irgendjemand eine Kamera in die Hand nimmt. Dazu gehören:
- Das übergeordnete Kommunikationsziel der Kampagne
- Die Zielgruppe mit ihren relevanten Merkmalen
- Die zentralen Botschaften, nach Priorität geordnet
- Eine Liste aller benötigten Formate (Hauptfilm, Social Clips, Hochformat, Fotos etc.)
- Die geplanten Kanäle und deren technische Anforderungen
- Ein grober Ablaufplan für den Drehtag
- Vorgaben zur Bildsprache und Tonalität
Was dieses Briefing von einem klassischen Filmauftrag unterscheidet: Es denkt von Anfang an in mehreren Formaten. Wenn wir bei uns eine Produktion planen, legen wir die benötigten Assets bereits in der Vorproduktion fest und verwalten den gesamten Ablauf in monday.com, damit am Drehtag keine Zeit verloren geht, kein Format vergessen wird und alle Beteiligten jederzeit denselben Stand haben.
Wer trägt die Verantwortung für die crossmediale Abstimmung?
Die Verantwortung für die crossmediale Abstimmung liegt bei der Stelle, die den Gesamtüberblick hat. Das kann das interne Marketingteam sein, wenn es die Kapazitäten dafür hat. Häufig ist es aber sinnvoller, diese Verantwortung an eine Agentur zu übergeben, die alle drei Gewerke aus einer Hand plant und produziert.
Das ist kein Argument gegen mehrere Dienstleister an sich. Es ist ein Argument gegen unkoordinierte Dienstleister ohne gemeinsame Verantwortung. Wenn Agentur A den Film macht, Fotograf B die Fotos liefert und Agentur C Social Media betreut, braucht jemand die Gesamtperspektive. Wenn das niemand explizit übernimmt, fällt diese Aufgabe auf das interne Marketingteam, das dafür oft keine Zeit hat.
Das Problem mit geteilter Verantwortung: Jeder optimiert für seinen eigenen Auftrag. Der Kameramann denkt nicht automatisch daran, dass für Social Media noch Hochformat-Material gebraucht wird. Der Fotograf weiß nicht, welche Bildsprache der Film vorgibt. Und die Social-Media-Agentur arbeitet mit dem, was ihr geliefert wird, nicht mit dem, was sie gebraucht hätte. Aus einer Hand ist in diesem Fall keine Phrase, sondern ein echter Vorteil für die Abstimmungsqualität.
Wie erkennt man, ob die eigene Produktion wirklich aufeinander abgestimmt ist?
Eine aufeinander abgestimmte Produktion erkennst du daran, dass Film, Fotos und Social-Media-Content dieselbe Bildsprache teilen, dieselbe Botschaft transportieren und technisch füreinander nutzbar sind, ohne dass nachträglich viel nachbearbeitet werden muss. Wenn du Material aus dem Film problemlos als Standbild für Social Media verwenden kannst und die Fotos zum Film passen, ist das ein gutes Zeichen.
Ein einfacher Selbsttest: Leg Film, Fotos und aktuelle Social-Media-Posts nebeneinander. Wirken sie wie aus einer Kampagne? Oder sehen sie aus, als kämen sie von drei verschiedenen Unternehmen? Wenn Letzteres zutrifft, wurden sie wahrscheinlich auch so produziert.
Weitere Hinweise darauf, dass etwas nicht koordiniert wurde:
- Für Social Media gibt es kein Hochformat-Material, obwohl ein Film produziert wurde
- Die Fotos haben eine andere Farbstimmung als der Film
- Für Recruiting oder Messen fehlt passendes Material, obwohl ein Drehtag stattgefunden hat
- Das Social-Media-Team arbeitet mit Screengrab-Standbildern aus dem Film, weil keine eigenen Fotos vorhanden sind
- Jeder Kanal kommuniziert eine leicht andere Version der Botschaft
Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, liegt das Problem selten in der Qualität der einzelnen Gewerke, sondern in der fehlenden gemeinsamen Planung davor. Du kannst das in unseren Projekten sehen, wie eine koordinierte Produktion aussieht, bei der alle Formate von Anfang an mitgedacht wurden.
Wenn ihr Film, Foto und Social nicht einzeln denken wollt
Genau das ist der Ansatz, mit dem wir arbeiten. Wir planen Produktionen von Anfang an so, dass aus einem Drehtag verwertbares Material für mehrere Kanäle entsteht, abgestimmt in Bildsprache, Botschaft und Format. Kein nachträgliches Zusammenflicken, kein Material, das für Social Media nicht funktioniert, weil niemand daran gedacht hat.
Ein Aspekt, der uns dabei besonders auszeichnet: Wir haben einen Ingenieur im Team, der bei technisch anspruchsvolleren Produktionen direkt unterstützt. Das bedeutet, dass technische Fragestellungen, ob es um Lichttechnik, komplexe Set-Aufbauten oder die technische Umsetzung ungewöhnlicher Produktionsanforderungen geht, nicht an externe Stellen weitergegeben werden müssen, sondern intern und gezielt gelöst werden. Gerade bei industriellen oder erklärungsintensiven Themen ist das ein echter Unterschied.
Was wir dabei konkret übernehmen können:
- Content-Strategie und Briefing vor der Produktion
- Planung aller benötigten Formate und Assets, strukturiert in monday.com
- Film- und Fotoproduktion aus einer Hand
- Technische Beratung und Umsetzung durch unseren Ingenieur im Team
- Aufbereitung für Social Media, Website, Recruiting oder Messen
- Abstimmung von Bildsprache und Tonalität über alle Kanäle
Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen, die wissen, was sie kommunizieren wollen, aber nicht die Kapazitäten haben, Film, Foto und Social Media selbst zu koordinieren. Ob das ein einzelnes Projekt ist oder eine laufende Kampagne, schauen wir uns gemeinsam an. Einen Eindruck davon, wie das in der Praxis aussieht, bekommst du auf unserer Website.
Ihr plant eine Kampagne und wollt nicht mit drei verschiedenen Dienstleistern in drei verschiedene Richtungen ziehen? Dann schreibt uns. Wir schauen gemeinsam, welche Formate und Kanäle für euer Ziel wirklich sinnvoll sind.
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